|
Holsthum
ist ein Erholungsort im Naturpark Südeifel, an der Mündung der
Enz in die Prüm gelegen. Die Gemeinde Holsthum hat 623 Einwohner. Es besitzt einen
reichen Obstanbau. Durch die geschützte Tallage ist das Klima wärmer und
niederschlagsärmer als auf den Höhenrücken, die den Ort umschließen und
bis über 400 m ansteigen.
Geschichte:
Der Ort wird erstmals 869 urkundlich als “Holzheim“ erwähnt. Es handelt
sich dabei um einen Schenkungsakt, mit dem ein fränkischer Edelherr namens
Leofried der Abtei Echternach ein Landgut in Holzheim schenkt. Zu Anfang
des 12. Jh. erscheint die Siedlung Holzheim im Echternacher
Prozessionsverzeichnis als “Holzem“; diese Form des Ortsnamens ist noch
heute in der Mundart gebräuchlich. Erst in der Mitte des 18. Jh. hat sich
allgemein als schriftliche Bezeichnung Holsthum durchgesetzt. Als
ursprünglicher “heim“ - Ort gehört Holsthum zu einer charakteristischen Ortsnamengruppe der fränkischen Landnahmezeit. Viele Funde aus
frühgeschichtlicher Zeit sind Zeugen einer bewegten Vergangenheit.
Sehenswürdigkeiten:
Freigelegt wurde die Römische “Villa Rustica“, eine 52 m lange und 26 m
breite Risalitvilla. – Die Huwelsley, eine der drei Tropfsteinhöhlen des
Kreisgebietes Bitburg-Prüm, liegt an der Gemarkungsgrenze
Holsthum/Peffingen. Sie ist ein hoher Kalksinterfelsen, durch den ein
kleiner Bach fließt. – Die Schankweiler Klause ist eine im Jahre 1762
erbaute Wallfahrtskirche, die auf Wanderwegen erreicht werden kann.
Weiterhin ist Holsthum für seinen Hopfenanbau bekannt, da es das einzige
Hopfenanbaugebiet in Rheinland-Pfalz ist.
|